Für mehrere Hundert D-Jugendhandballer wird es auch im kommenden Januar in Hannover spannend. Bereits zum achten Mal veranstaltet der TSV Anderten das Turnierhighlight für Nachwuchshandballer. Nach dem Originalspielplan der Männer spielen 16 Mannschaften an einem Wochenende ihren persönlichen Mini-Europameister aus. Begleitet wird das Turnier mit internationaler Ausrüstung, Atmosphäre und einem Rahmenprogramm für die ganze Familie. „Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren motivieren immer wieder, auch im nächsten Jahr etwas auf die Beine zu stellen“, beschreibt Haupt-Organisator Marco Palazzi, der gemeinsam mit seinem Team die sportlichen und wirtschaftlichen Weichen für das besondere Turnier stellen muss.

Sportlich sieht es sehr gut aus: neben den zwei Ausrichter-Mannschaften erhielten vier weitere Mannschaften sogenannte „Wild-Cards“, also direkte Teilnehmerplätze im 16er-Feld. Weitere 10 Plätze werden an Bewerber ausgelost. Und von denen gibt es zahlreiche. Zu den Andertern und den Wild-Card-Inhabern Erlangen, Eintracht Berlin, Friesenheim und Lemgo gesellen sich 21 Mannschaften, die sich um einen der 10 Plätze bewerben. „Sportlich ist alles vorbereitet. Wir freuen uns über die Resonanz, die unsere Veranstaltung unterstreicht“, betont Palazzi und vermeldet: „wirtschaftlich haben wir leider noch keine 100 Prozent erreicht. Wir brauchen weitere Partner für die Umsetzung auf dem hohen Niveau.“

Zu den Bewerbern, die in zwei Auslosungsrunden zur Mini-EM-Teilnahme kommen wollen, gehören Nachbarvereine wie Altwarmbüchen, Meerhandball, Bothfeld und Badenstedt und weiter anreisende Gäste aus Rheinbach-Wormersdorf, Wutha-Farnroda oder Berlin. Für Mit-Organisator Urs Mücke könnte das Teilnehmerfeld kaum bunter sein: „die zum Teil viele hundert Kilometer langen Anreisewege sind ein Kompliment für unser Wochenend-Event. Aus allen Himmelsrichtungen kommen Nachwuchsteams zu uns nach Anderten.“

In Anderten laufen während dessen bereits seit Monaten die Vorbereitungen. Neben den sportlichen Rahmenbedingungen müssen auch organisatorische Hürden wie das Team-Hotel, die Hallen-Anmietungen und wirtschaftliche Grundlagen genommen werden. Gerade letzteres ist immer wieder eine Herausforderung. „Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer spenden ihre Zeit und Ideen, aber ganz ohne finanzielle Unterstützung lässt sich das Traditionsprojekt nicht stemmen“, erklärt Mücke und ist stolz auf die Unterstützer: „jedes Jahr finden unzählige Eltern, Fans, Sportler und Ehrenamtliche zusammen und machen das Turnier möglich. Das ist ein klasse Signal für Zusammenhalt.“Ein Signal für Zusammenhalt möchten die Anderter Handballer auch mit der internationalen Ausrichtung des Turniers setzen. In Zeiten von Flüchtlingsströmen und Einwanderungsfragen ist die Freude an Verschiedenheiten und der Spaß am gemeinsamen Sport ein wichtiger Punkt auf der Anderter Agenda. „Sport kann verbinden. Mannschaften untereinander und Menschen miteinander“, betont Marco Palazzi, der seit vielen Jahren in Hannover Handballtraining und Vereinsleben gestaltet.

Bevor es am ersten Januarwochenende um den Mini-EM-Pokal gehen wird, fiebern die Mannschaften bei der Auslosung mit. In der Halbzeitpause des A-Jugendbundesliga-Spiels werden die Teilnehmer ausgelost, nach Spielende folgt dann die Zulosung der Nationen. Mit nach Hause gibt es für die Teilnehmer eine Nationalflagge des Teilnehmerlandes und eine gehörige Portion Vorfreude. In den verbleibenden Monaten steht anschließend der Saisonalltag im Mittelpunkt, ehe es nach dem Jahreswechsel in Anderten sportlich zu geht.

Die Männermannschaften müssen zu ihrer EM übrigens nach Polen reisen. Vom 17. bis 31. Januar treten sie in Polen an und können dann den D-Jugendlichen aus Anderten „nacheifern“. Vorbilder für Spaß am Sport würden sie reichlich finden. 

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